Unter Konfektion versteht man die fabrikmäßige Herstellung gebrauchsfertiger Textilien, d.h. aus Flächengebilden (z.B. Gewebe, Gewirk, Gestrick), die aus den entsprechenden Betrieben oder aus Färbereien bzw. Veredelungsbetrieben angeliefert werden, erfolgt die Verarbeitung zu gebrauchsfertigen Artikeln (z.B. Kleidung, Gardinen und Bettwäsche.
Im Wesentlichen umfasst das Konfektionieren drei Arbeitsstufen, nämlich Zuschneiden, Nähen und Bügeln.
Die zu verarbeitende Ware wird in mehreren Lagen bis zur höchstmöglichen Höhe übereinander gelegt. Nach einem vorher ausgearbeiteten Schnittplan werden die Schnittvorlagen auf die Ware aufgelegt und mit Markierfarben umrissen. Nach Abnahme der Schnittvorlagen erfolgt der Zuschnitt mit Band- oder Rundmessern bzw. durch Ausstanzen. Die Höhe der aufeinander gelegten Warenlagen und die Schnittgeschwindigkeit richten sich nach der Art der Ware. Teilweise ist dieser Vorgang bereits durch CAD-Anlagen automatisiert, z.T. mit Laserschnitttechnik.
In der Näherei werden die einzelnen Teile im Fließbandverfahren mit den entsprechenden Industriemaschinen, die auf die jeweilige Näharbeit abgestimmt sind (z.B. Steppstich, Kettenstich, Bindestichmaschinen) und den der Stoffart angepassten Nähgarnen zusammengenäht. Dabei findet je nach dem herzustellenden Artikel noch ggf. ein „Zwischenbügeln“ statt.
Einlagen, z.B. in Jacketaufschlägen und Kragen werden heute nur noch selten „unterschlagen“ (mit Hand oder Bindstichmaschinen aufgenäht), sondern vielfach klebefixiert. d.h. die Einlage wird unter Einwirkung von Druck und Hitze aufgeklebt.
In einigen Einsatzbereichen (z.B. im Autopolstersektor) wird anstelle des Nähvorganges heute vielfach eine Hochfrequenzschweißtechnik angewandt, d.h. bei Eignung der Ware werden Nähte nicht mehr genäht, sondern verschweißt.
Die fertig konfektionierten Teile müssen je nach Artikel mit entsprechenden Geräten gebügelt bzw. gedämpft werden.
Nach dem Bügeln erfolgt die Endkontrolle, wobei nachgesehen wird, ob in den Artikeln Fehler irgendeiner Art vorhanden sind, die ggf. ausgebessert werden können.
Bei Schneidware werden die Einzelteile z.B. eines Kleides aus langen Stoffbahnen wie bei Webware oder aus Schläuchen nach Schablonen meist in Lagen zugeschnitten und dann auf Spezialmaschinen zusammengenäht. Die Nähte sind etwas auftragender und weniger elastisch. Da die endgültige Form häufig durch Pressvorgänge erreicht wird, lässt die Formbeständigkeit oft zu wünschen übrig.
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